Plastikfrei einkaufen bei Edeka

Mein Utopia Newsletter überrascht mich in letzter Zeit erfreulich häufig mit positiven Nachrichten zum Thema plastikfrei/plastikreduziert leben. Diese Idee hat mich so beeindruckt, dass ich sie hier direkt als Link teilen möchte:

Klick hier

Es geht um das Einkaufen an der Frischetheke mit selbstmitgebrachten Boxen. Ihr kennt das vielleicht auch, man fragt an der Theke, ob man den Käse oder die Wurst vielleicht auch ohne Verpackung kaufen kann und ihn dafür einfach in einer eigenen Box nach Hause transportiert – die Antwort wird in der Regel „Nein“ lauten, aufgrund der Hygienevorschriften. Die sind wichitg und richtig – ein Edekamarkt-Besitzer hatte jedoch eine zündende Idee!

Zu Besuch bei “Ohne”, dem verpackungsfreien Supermarkt — Quark im Pfandglas

Seit 20. Februar ist es eeeeendlich so weit: Nun hat auch München einen Unverpackt-Laden! Natürlich habe ich inzwischen auch einmal dort vorbei gesehen und kann euch davon berichten: Der “Ohne“-Laden liegt in der Maxvorstadt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar (ein echter Vorsteil in München; Pendler wissen, wovon ich spreche…): Mit dem Tram-Linien 27 […]

via Zu Besuch bei “Ohne”, dem verpackungsfreien Supermarkt — Quark im Pfandglas

Neue plastikfreie Läden in Hannover (2!)

Ich wurde vor Kurzem freundlicherweise darauf aufmerksam gemacht, dass es in Hannover gleich zwei neue plastikfreie Läden gibt. Bei meiner Recherche bin ich dann auf einen Blogbeitrag gestoßen, der nicht nur über diese Läden berichtet, sondern gleich noch einen Erfahrungsbericht dazu liefert. Da ich den Artikel so prima fand und außerdem der Meinung bin, dass er alles Wichtige und Wissenswerte dazu enthält, werde ich ihn hier für euch verlinken.

Herzliche Grüße nach Hannover und viel Spaß beim verpackungsfreien Shoppen! Ihr seid prima, weiter so!

 

https://plastikfreiheit.wordpress.com/2016/02/24/plastikfrei-einkaufen-im-edel-unverpackt-in-hannover/

Persönlich: Update zur Zahncreme

Nun auch von meiner Zahnärztin die Bestätigung: Meine selbstgemachte Zahncreme wirkt!

Ich bin ein Mensch, der sehr viel Wert auf Mundhygiene legt, da ich sehr kariesanfällige Zähne habe. Beim Zahnarzt habe ich bisher oft den Satz gehört: „Man sieht, dass sie sehr gut pflegen, aber da ist leider trotzdem ein Loch.“

Zähneputzen, Zahnseide und Mundspülung gehören für mich zu meinem Morgen- und Abendritual und trotzdem bin ich bisher aus fast jedem Zahnarzttermin mit neuer Füllung rausgegangen.

Als ich vor kurzem bei einer Kontrolluntersuchung war, konnte ich kaum glauben,  dass die Ärztin kein einziges Loch gefunden hat und ich tatsächlich ohne Bohren aus der Praxis kam. Sie war sehr zufrieden mit meinen Zähnen und ich sehr glücklich, dass ich endlich mal vor dem Bohrer verschont wurde.

Ich benutze meine Zahncreme jetzt seit gut einem Jahr, und ich finde, dafür ist das ein tolles Ergebnis!

Woran das liegt, ob das jetzt das Xylit war, das Kokosöl oder die Kreide … ich weiß es nicht. Jedenfalls funktioniert es für mich und das sogar ganz ohne Fluorid und Zahncreme aus der Plastiktube.

Mittlerweile bereite ich die Zahncreme einfach nach Gefühl zu und je nachdem, in welchem Zustand man das Kokosöl verwendet, wird die Zahncreme weicher oder fester. (Verflüssigt man das Kokosöl, wird die Zahncreme beim Erkalten sehr fest.) Ich nehme für ein kleines Schraubglas (ca. 100ml.) ungefähr:

3-4 EL Kokosöl

4-5 EL Xylit

2-3 EL Zahnkreide

15 Tropfen Minzöl

10 Tropfen Teebaumöl

das ganze wird gut vermengt, so dass eine homogene Paste entsteht. Durch das Xylit ist die Zahncreme sehr süß! Man kann je nach Geschmack die Dosierung der ätherischen Öle variieren. (Kleine Kinder sollte man nicht ätherischen Ölen aussetzen! Dann lieber ganz weglassen! Für Hunde ist Xylit gefährlich, für Katzen nicht!) Die Zahncreme schäumt nicht, reinigt aber durch die Kreide trotzdem sehr gut, ohne den Zahnschmelz zu stark anzugreifen. Die Xylit-Kristalle lösen sich im Mund nach kurzer Zeit auf.

Hier der Link zum ursprünglichen Blogpost, mit ausführlichen Informationen zu den einzelnen Bestandteilen und ihrer Wirkung: Selbstgemachte Zahncreme ohne Fluorid

Wer Lust hat, eine plastikfreie Zahncreme auszuprobieren, der folge diesem Rezept. Das Rezept darf gerne geteilt werde, dann aber bitte auf meinen Beitrag oder zumindest meinen Blog verweisen. Das Rezept ist durch persönliche Erfahrung entstanden und stellt keine zahnmedizinische Empfehlung dar.

A Plastic Ocean

Ich mache jetzt schonmal Werbung für einen bildgewaltigen und unglaublich wichtigen Film: A Plastic Ocean.

Wirklich jeder sollte sich diesen Film ansehen um wirklich zu verstehen, warum Plastik so schlecht für uns und unsere Erde ist. Viele hat der Film Plastic Planet von Werner Boote aufgerüttelt – ich hoffe, dieser Film bewirkt das Gleiche, wenn nicht noch viel mehr!

Wann der Film in die deutschen Kinos kommt ist noch nicht raus, aber es wird wohl noch 2016 sein. Ich werde wieder daran erinnern und hier schonmal der Trailer:

 

Gras? Guter Stoff!

Jaja,  ein zugegeben bewusst zweideutig formulierter Titel …

Es geht jedoch tatsächlich um Gras – also das von der Wiese und nicht das mit den eindeutig erkennbaren Blättern.

Die Firma BIOWERT stellt nämlich Kunststoff aus Gras her, fast ohne Erdöl. In Brensbach im Odenwald hat man es geschafft mit einem ressourcenschonenden Konzept belastbaren Gras-Kunststoff herzustellen, der Plastik echte Konkurrenz machen kann. Der Stoff nennt sich AgriPlast und hat den Vorteil, dass er im Gegensatz zu anderen pflanzenbasierten Kunststoffen keine Monokulturen fördert.

Dem AgriPlast muss je nach Verwendung ein kleiner Teil erdölbasierter Kunststoff hinzugesetzt werden, allerdings handelt es sich dabei um recyceltes Material und auch das AgriPlast selbst ist recyclebar.

Leider taucht bei diesem Material ein Problem auf, wie man es ähnlich schon von pflanzenbasierten Druckfarben kennt. Eventuell müssten bereits vorhandene Maschinen, die bisher für die erdölbasierten Rohstoffe ausgerichtet waren, geringfügig verändert werden – und das scheut der Markt und greift lieber auf das Althergebrachte zurück.

BIOWERT hat aus der Not eine Tugend gemacht und stellt seine Produkte einfach selbst her!

Wer sich genauer ansehen möchte, was diese Firma so alles kann, hier der Link zu biowert.de

Gastbeitrag – Alternative: Plastikfreie Rasur mit Rasiermesser

Ich wurde von Abel eingeladen, doch mal einen Gastbeitrag zu verfassen. Das tue ich gerne und schreibe über plastikfreie (Männer-)Rasur – ob das für Frauen auch geeignet ist, kann ich leider wenig abschätzen, hier überlasse ich das Eurem Wagemut 😉

Das Plastikproblem

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herkömmlicher Rasierhobel

Jeder kennt es: die 3, 4, 5, 17 – Klingensysteme bekannter Hersteller, wie auch die mit den Schwertern und den Werbungen, in denen rasierte Männer um die Zartheit ihrer Haut mit Babys konkurrieren müssen. Bei den Damen müssen die Rasierklingen schon so gut sein, dass kein Tuch am rasierten Bein mehr hängen bleibt, um sich wie ein „übernatürliches Wesen“ zu fühlen. Während diese Klingensysteme einfach in der Handhabung, ziemlich verletzungssicher sind und sich an die menschlichen Kurven und Kanten anpassen können, so sind sie doch nicht beständig, teuer in der Wiederanschaffung und schnell unscharf. Hinzu kommt noch, dass man sich, selbst wenn man die Marke kennt, beim Einkaufen auch genau an das Modell erinnern muss. Ansonsten kann es passieren, dass man zwar Ersatzklingen hat, diese jedoch nicht auf den Griff oder besser Hobel passen, da es hier verschiedene Einhaksysteme gibt.

Erschreckend ist für mich, wie häufig man solche Ersatzklingen nachkaufen muss und wie viel Geld damit abgegriffen wird. Auch diese „Gelpads“ oder wie sie sonst noch genannt werden, die sich an den Klingen befinden, um Hautirritationen zu vermeiden, regen mich ehrlich gesagt auf. Durch den Rasiervorgang wird die Haut natürlicherweise strapaziert. Man trägt immer eine äußere Schicht Haut ab und beim Ziehen des Rasierers lösen sich durch das Reiben des billigen Materialmix an der Haut Kleinstteilchen ab, die dann in die Haut eindringen – eine unschöne Vorstellung.

Meine Alternative

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Rasiermesser

Schon seit meiner Kindheit/Jugend haben mich Barbiere im Umgang mit Rasiermessern schon immer fasziniert. Am ehesten kennt man dieses Handwerk aus historischen Filmen, darunter auch Western – diese Kunst wird heutzutage (leider!) nur noch kaum praktiziert. Der Rasiervorgang selbst gewinnt bei der Benutzung eines Rasiermessers an Bedeutung, da man sehr vorsichtig vorgehen muss, um keine Schnittverletzungen zu erzeugen. Auf mich hatte das immer eine sehr beruhigende Wirkung, fast schon etwas meditatives, wie in zeitaufwändigen, mehreren Arbeitsschritten eine absolut saubere Rasur durchgeführt wird.

Das war auch der Grund, warum ich mich vor 2 Jahren von solchen Klingensystemen verabschiedet habe und jetzt nur noch ein Rasiermesser verwende. Das tolle an solchen Rasiermessern ist, dass man in eine wirklich saubere Rasur investiert. Die Klinge eines Messers tauscht man nicht einfach wie bei herkömmlichen Klingensystemen nach einem oder zwei Monaten Benutzung aus, sondern hat sie jahre-, wenn nicht sogar bei ordentlicher Pflege ein Leben lang! Mein Rasiermesser ist aus nicht rostfreiem Kohlenstoffstahl und hat Heftschalen aus fein gemasertem Bocoteholz. Außerdem ist der Schärfegrad um einiges höher als bei herkömmlichen Rasierern und man hat kaum Materialverschleiß, geschweige denn Wegwerf-Material. Natürlich kommt es bei den Messern auch auf den Schliff an – mein Rasiermesser beispielsweise hat den sog. Extrahohl-Schliff mit einem kleinen Wall. Dadurch ist das Rasierblatt sehr flexibel und trotzdem stabil, und sorgt nochmal für eine präzisere, gründlichere Rasur. Zugegeben gibt es unter den Rasiermessern auch solche mit einer Hartplastikschale als Griff, aber man verwendet es auch deutlich länger. Wer sich für einen guten Online-Shop interessiert, kann sich mal Blackbeards.de ansehen – ich habe dort mein Rasiermesser her und auch gleich darauf verlinkt.

Das Rasieren muss natürlich auch stilecht und ganz nebenbei plastikfrei geschehen. Dazu verwendet man keinen Fertigrasierschaum aus Sprühdosen, die wiederum mit Plastikdeckeln versehen sind, sondern eine Rasierseife. Beim Aufschäumen der Seife verwendet man klassischerweise einen Rasierpinsel, mit dem das gleichmäßige Verteilen der Seife auf der Haut meiner Meinung nach besser gelingt, als mit herkömmlichen Sprühschaum. Zudem verbraucht man nur wenig von der Rasierseife, damit hält sie auch deutlich länger. Es gibt unter den Rasiermesser-Freunden unterschiedliche Vorlieben, was das Aufschäumen angeht: die einen bevorzugen das Aufschäumen in der Handfläche, die anderen verwenden dafür extra ein Schälchen, oder man macht es wie ich direkt auf der Haut. Das hat dann auch eine leicht massierende Wirkung und ich kann eher abschätzen, ob die Beschaffenheit des Schaums ausreichend genug ist.

Wer sich weiter für die Rasur mit einem Messer interessiert und alles rund um die genauen Abläufe, das Material, Schärfen, Pflege, etc. erfahren möchte, kann sich die Videos von Mr Nassrasur auf YouTube ansehen… oder mich in den Kommentaren fragen 😉

Empfehlenswerte Onlineshops: biber.de

biber.de

ist, wie schon einige der hier vorgestelten Onlineshops, kein rein plastikfreier Shop – es gibt dort aber viele plastikfreie Alternativen.

Wie das Manufactum (und viele plastikfreie bzw. plastikreduzierte Läden) ist auch biber.de nicht unbedingt etwas für den ganz schmalen Geldbeutel, dafür halten die Sachen gefühlt ewig und schaden weder uns, noch der Natur.

Biber nennt sich, quasi im Untertitel, Umweltprodukte Versand und das hat auch seine Berechtigung, denn viele der dort angebotenen Produkte schonen langfristig die Umwelt.

Plastik – Alternative: Enthärter

 

Das Plastikproblem:

Eine Waschmaschine ist teuer und wenn man den Luxus eines solchen Geräts in der Wohnung geniest, möchte man es auch lange erhalten – und keinen Wasserschaden. Das macht Pflege nötig, gerade bei kalkhaltigem Wasser und ich wohne in einer Stadt in der es geradezu aus der Leitung rieselt und die getrockneten Handtücher von alleine stehen können.

Meine Alternative:

Ein Enthärter muss sein, aber bitte ohne in Plastik verpackte Tabs oder Flüssig-Gel in Plasstikflaschen. Wie schön, dass es sowas gibt, Sodasan Enthärter heißt, aus kalkbindenden Natriumcarbonaten und Natriumsilikaten besteht und in einer Papiertüte verpackt ist.

Also plastikfrei ist das schonmal und wie ist das mit der Umweltverträglichkeit? Herkömmliche Enthärter, v. a. die in Gel-Form, enthalten eine Menge an Duft- und Farbstoffen, die eigentlich nicht sein müssen. Ich habe sehr empfindliche Haut und versuche beim Waschen auch solche Stoffe zu vermeiden. Hier ist nichts dergleichen drin und der Enthärter riecht nach rein gar nichts. Phosphate, die den Gewässern schaden, oder erdölbasierte Inhaltstoffe sind hier ebenfalls nicht zu finden.

Meine Erfahrungen:

Die Firma Sodasan informiert auf ihrer Homepage ausführlich über dieses und andere Produkte, zudem verwenden sie Ökostrom von Greenpeace Energy und Flaschen aus 100% Recycling-PET, was ich sehr vorbildlich finde.

Was soll ich sagen, der Enthärter funktioniert – zumindest hatte ich noch nicht den „Waschmaschinen leben länger mit C…on, ding ding“-Mann in meiner Wohnung obwohl mir die Maschine diese Marke sogar ausdrücklich mit einem kleinen Aufkleber empfiehlt. Ich ignoriere das beherzt und enthärte umweltbewusst(er). Man braucht auch nicht besonders viel davon und kann dann sein Waschmittel für die niedrigste Wasserhärte dosieren. Meine Wäsche wird sauber und auch komplett ohne Weichspüler nicht bretthart.

Übrigens sieht die Verpackung mittlerweile ein klitzeklein wenig anders aus, meine Fotos sind schon ein paar Wochen alt.

 

 

Empfehlenswerte (Online-)Shops: manufactum.de

manufactum.de

ist ja genau genommen kein reiner Onlineshop, da es davon auch Filialen – pardon, Warenhäuser, in größeren Städten (z.B. in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt) gibt. Jaaa, ich weiß Manufactum ist nicht ganz billig und jaaa ich weiß, da treibt sich meist nur die Upper Class rum. Aaaber, da gibt es ganz viele Plastikalternativen!

Demnächst werde ich hier ein paar (erschwingliche) Manufactum-Schätze vorstellen, die ich für sehr sinnvoll halte. Dieser Laden hat nicht nur plastikfreie Schuhe, sondern auch diese Ordner-DinA4-Einsteckfolien nicht aus Plastik, sondern aus Pergamin! Man merkt, ich bin begeistert.

Wer nicht im Einzugsgebiet einer deutschen Großstadt mit einem Manufactum-Warenhaus wohnt, kann auf den Onlineshop zurückgreifen. Natürlich will dieses Unternehmen auch nur Geld verdienen, aber der Gedanke dahinter, auf Altbewährtes zurückzugreifen, während der Rest der Welt den aktuellsten Plastikschrott verkauft, ist doch schonmal nicht schlecht.